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Ban Saint Jean

Der sagenumwobene Ort an der deutsch-französischen Grenze ist mittlerweile zum Kult für Hobby-Geisterjäger geworden. Viele Legenden bewegen sich um den Ort und was da alles passiert sein soll. Wer weiß? Der Ursprung des Mythos kann hier nachgelesen werden.

Gründung

Während der 30er Jahre wurde der Maginot-Befestigungsstreifen an der nordöstlichen Grenze Frankreichs von André Maginot erbaut. Zur weiteren Sicherung der Grenze vor den Nazis wurden hinter dieser Linie Kasernen gebaut und Städte errichtet, um Offiziere und hochrangige Militärs unterzubringen. Allein für die Stadt „Ban-Saint-Jean“ werden 88 Hektar Land erschlossen, welches sich in mitten eines Waldes befindet und die Ästhetik dieser neuen wunderschönen Stadt komplettiert. Dort wurde auch der Verein "die Rose der Maginot Linie" gegründet, der sich der Rosenzucht verschrieben hat. Am 6. August machte sich der Präsident der Republik, Albert Lebrun, auf, um das Lager und seine in ganz Frankreich berühmte Rosenzucht zu besuchen. Während dem Krieg werden die Kasernen von den Franzosen zu Gefangenenlager umfunktioniert. Die Lager werden nach der Einnahme durch die Nazis weiter als Gefängnisse und Arbeitslager gebraucht und tragen nun den Namen Stalag XII F (StaLag = Stammlager) mit Hauptsitz in Forbach. Später wird Boulay auch als Feldlazarett genutzt, dass von den Ukrainern nur das „Schwarze Lager“ gerufen wird. Ban-Saint-Jean wird von den deutschen Besatzern in Johannis-Bannberg umbenannt und behält auch seinen Namen und Status bis zur Befreiung durch die Alliierten im November 1944.

Geschichte

Ban-Saint-Jean wurde nun überwiegend für russische Gefangene gebraucht. Es wird geschätzt, dass etwa 100.000 Gefangene ihren Weg dorthin fanden. Die wenigen Gefangenen, die noch genügen Kraft hatten, um zu arbeiten, wurden auf die Bauernhöfe und in die Bergwerke in Creutzwald zur Zwangarbeit abgestellt. Andere mussten an die schwere Maginot-Linie, um die Schienen auseinander zunehmen. Wer keine Kraft mehr hatte, um die schwere Zwangsarbeit zu verrichten wurde verurteilt zu sterben. Regelmäßig wurden immer um die 30 Leichen in Karren abtransportiert. Die Karren wurden von 4 Gefangenen gezogen. Anschließend wurden die Leichen von den Gefangenen in Gruben geworfen. Hinter den Munitionslagern wurden Massengräber entdeckt und 2879 Leichen exhumiert. Die Toten wurden dann wieder in der „Nationalen Nekropole“ beigesetzt. Weiter wird vermutet, dass in dem Lager ca. 22.000 Gefangene ums Leben kamen. Diese Zahl ist aber nur geschätzt und kann von der tatsächlichen Zahl abweichen. Weiter gibt es Hinweise, dass viele in den Bergwerken einfach verschüttet und begraben wurden. Es gibt noch heute Initiativen in der Ukraine, die versuchen den genauen Verbleib der vermissten Gefangenen zu erkunden.

Gerüchte

» Aus dem Brunnen, der eigentlich ein Betonkübel ist (oder umgekehrt?), soll 33 Tage lang Blut geflossen sein
» Aus unersichtlichen Gründen versagen Batterien, Taschenlampen und Kameras
» Ein Pärchen soll verschwunden sein
» Mysteriöse Klopfzeichen sollen gelegentlich zu hören sein
» Inschriften auf dem Brunnen sollen verschwunden sein, als fotografiert wurden
» Ein vermeintliches Medium sah Geister wandeln
» Manchmal tritt eine unheimliche Stille ein und die Tierwelt schweigt

Timeline

» 21. September 2003 Gedenkfeier der ukrainischen Gemeinde Frankreichs in BSJ
» 2000 Der Bau einer Müllverbrennungsanlage wird wegen heftigem Widerstand untersagt.
» Anfang der 80er archäologische Ausgrabungen
» 1979 Nachts werden 2879 Leichen exhumiert und auf dem sowjet. Ehrenfriedhof Noyer Saint Martin in Paris bestattet.
» 1968 Eine unbekannte Person beauftragt das Bundesarchiv in Ludwigsburg eine Untersuchung zu starten und den Verbleib der 20.000-30.000 Ukrainischen Soldaten zu untersuchen
» 1. Juni 1946 Die französiche Armee zieht wieder in Ban Saint Jean ein
» November 1945 Während der Nürnberger Prozesse wird Ban Saint Jean nicht erwähnt
» 17. November 1945 Eine franz.-sowjet. Delegation entdeckt die Massengräber
» 25. November 1944 Die US Armee befreit Johannis Bannberg
» 1941 Das Lager wird von hiesigen Firmen und franz. Gefangenen hergerichtet und ausgebaut
» Herbst 1940 Die deutsche Wehrmacht zieht in Ban Saint Jean ein und nennt es nun Johannis Bannberg.
» 1938 Das 146e Rif (146. Festungsinfanterieregiment) zieht in Ban Saint Jean ein
» um 1935 Ban Saint Jean wird erbaut

Links

Camp Ban Saint Jean - Kerfent - Moosburg Online

(Angelus)















































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