HELLMOUTH

Verlassenes Ferienhaus

Vor einigen Jahren, in einer typischen Oktobernacht, machten sich einige Teenager auf den Weg zu dem verlassenen Ferienhaus. Es war eine der üblichen feuchten und tristen Oktobernächte, die man in Deutschland nur zu gut kennt. Welke Blätter hingen an den Bäumen und gelegentlich zog ein kleiner Nebelstreif über die Landschaft. Ein unbefestigter Weg führt zu dem Haus, welches in einer recht idyllischen Umgebung seinen festen Platz gefunden hat. Im Sommer ist es kaum zu finden, weil verwuchertes Gestrüpp und Geäst den Weg und die Sicht versperren.

Während einer Halloween Party kamen einige Jugendliche auf die Idee das Haus aufzusuchen. Auf Grund des „Feiertages“ und der einhergehenden Stimmung bedurfte es keiner großen Überredungskunst, um ein Auto zu füllen und sich auf den Weg dorthin zu machen. Die kurze Autofahrt wurde dazu genutzt, die Fahrgäste auf den neuesten Stand der Gerüchte zu bringen. Was dort alles passiert ist und was der Kumpel eines Freundes dort erlebt hat. Gut ausgerüstet mit Taschenlampen standen die Abenteurer vor dem schlammigen Trampelpfad, der zum Haus führt. Das trockene Geäst gab schnell nach und machte den Weg frei. Alle hatten Angst und keiner traute sich einen Rückzieher zu machen. Der Ausflug sollte nicht lange dauern. Als das Haus erreicht war gab es bereits einen herzlichen Empfang von zwei menschhohen Nebelstreifen, die über die Eingangstreppe nach unten zogen und sich in zwei Richtungen von einander wegbewegten. Die Bewegungen der Nebelstreifen waren atypisch und gaben ausreichend Anlass, die Erkundungstour zu beenden. Niemand gab zu, Angst erlebt zu haben und jeder wusste: Das war nicht normal!

Gerüchte


In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts soll dieses Ferienhaus einem Steuerberater gehört haben, der dieses Holzhaus als Sommerresidenz genutzt hat, bis es zu einem tragischen Vorfall kam. In einer Sommernacht soll er seine Frau mit einem Beil erschlagen haben, weil sie im Untreu war.

Fakten


Keiner der nächsten Anwohner weiß genaueres über das Haus. Nach den Aussagen zu urteilen, war das Haus schon immer da. Einige Kinder wollten das Haus als Spielplatz nutzen und haben die Fassade mit Farbresten bunt angemalt. Inzwischen wird das Haus nicht mehr von den Kindern und Jugendlichen aufgesucht. Es wurde ihnen zu unheimlich. Im Keller sind die alten Möbel und viele Unterlagen, Zeitungen und eine alte Vorratskammer zu finden. Dort fanden wir eine Saarbrücker Zeitung vom Dezember 1945, die über die Nürnberger Prozesse berichtet, eine Lohnsteuerkarte von 1936, einige frz. Ansichtskarten und viele alte Familienfotos, welche von 1912 – 1936 datiert waren.

(Angelus)

























Hellmouth.de bei Twitter BrunoPet - ein Tierheim in Rumänien