HELLMOUTH

Die Gerichtslinde zu Michelbach

Dieser Baum am Fuß des saarländischen Hochwalds hat seine eigene Geschichte zu erzählen und diese ist mehrere hundert Jahre alt. Mit Gewissheit kann man es nicht behaupten, aber diese Linde wurde wahrscheinlich 07.02.1730 gepflanzt. Dem Hochgerichtsmeister der damaligen Zeit, Michel Lang, wurde befohlen die Halseysen am Stock zu ersetzen, weil diese gestohlen wurden und außerdem eine neue Linde zu pflanzen, da die alte abgestorben war. Seit diesem Tag hat diese Linde viel erlebt.

Diese Linde dient viele Jahrzehnte als Richtstätte für das Michelbacher Hochgericht und zahlreiche Verurteilte fanden an ihr den Tod durch den Strick. Um herankommende Gauner davor abzuschrecken den Michelbacher Bürgern ein Leid anzutun, blieben die Verurteilten noch sehr lange Zeit hängen. Tag und Nacht baumelten die Erhängten an der Linde und fanden so keine Ruhe.

Die Fantasie spielt häufig böse Streiche aber ich empfehle einen Besuch während einem Sonnenuntergang und der herannahenden Nacht. Das Gefühl, welches sich tief im Inneren aufbaut, lässt keinen Zweifel daran: Hier wurde auch böse Geschichte geschrieben

(Angelus)









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