Im 11. oder 12. Jahrhundert ereignete sich in einem kleinen beschaulichen und damals noch jungen Ort im Norden des Saarlandes diese Tragödie. Leider können einige Einwohner dieses Ortes keine genaueren Informationen liefern. Die Legende wurde wahrscheinlich in den vergangen Jahrhunderten durch den Volksmund stark verwaschen.
Die Beschuldigung
Eine Anwohnerin des Ortes wurde der Hexerei beschuldigt, aus dem Ort getrieben und für immer verbannt. Die vermeintliche Hexe musste ihre Familie und ihr Hab und Gut zurücklassen. Die Hexe verfluchte das kleine Dorf und zog in die nahegelegenen Wälder. In einer kleinen Höhle fand sie einen neuen Unterschlupf. Über dem Höhleneingang ruhte ein großer Felsen und die Höhle konnte nur durch kriechen betreten werden.
Der Fluch der Hexe
In dem kleinen Dorf brachen immer mehr Krankheiten und Leid aus. Viele Menschen starben, nachdem die Hexe in die Wälder getrieben wurde. Die Menschen sahen nur noch einen Ausweg und wussten was zu tun war. Sie zogen eines nachts los und waren bewaffnet mit Fackeln und den unterschiedlichsten Gerätschaften, die auf einem Bauernhof zu finden waren.
Das Ende der Hexe
Recht schnell wurde die Hexe in der Höhle gefunden und brutal an ihren Haaren herausgezerrt. Die Anwohner schleiften die Frau an einen höher gelegenen Punkt und banden sie an einem Baum fest. Nach dem der Scheiterhaufen errichtet war, wurde er entzündet. Die Anwohner sahen der Hexe dabei zu wie sie verbrannte. Die Krankheiten und das Leid hörten von nun an auf.
(Angelus)