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Vampir

Jeder hat schon mal von Vampiren gehört, einen Film gesehen oder ein Buch darüber gelesen. Der weltweit bekannteste Vampir war im 15. Jahrhunder der Fürst der Walachei Vlad III., auch bekannt als Vlad Tepes (Tepes = Pfähler). Er ging in die Geschichte ein als Graf Dracula (Draculea zu deutsch: Sohn des Drachen) und inspirierte Bram Stoker bei der Schaffung seines Romans "Dracula".

Der Begriff Vampir oder auch Vampyr ist ein in der Volkskunde wohlbekanntes Wesen und wird wie folgt beschrieben: "Ein Vampir ist ein wiederkehrender Toter, der Lebende aufsucht und ihnen das Blut aussaugt". In Deutschland taucht der Begriff Vampir zum ersten mal im Jahr 1732 in einigen medizinischen und philosophischen Abhandlungen auf und wird auch seitdem gebraucht. Aufzeichnung aus dem "Mercure Galant", einer französischen Zeitschrift des späten 17. Jahrhunderts und Anfang des 18. Jahrhunderts, belegen die Bekanntheit des Begriffs "Vampir" bereits 1694 in Russland und Polen und auch dort ist der Vampire ein Synonym für einen blutsaugenden Wiederkehrer. Über den Wortursprung wird gestritten. Einige sind der Auffassung, dass sich der Begriff aus den (alt-)nordtürkischen Worten Uber und pir bzw per zusammensetzt und als "Nichtflieger" übersetzt wird. Darüber hinaus gibt es alte Aufzeichnungen, die belegen, dass Vampire über die Türkei nach Europa kamen. Diese Erläuterung ist durchaus sinnvoll. Aus dem polnischen kommen die Worte Upierzyc (mit Federn versehen) und Upior (geflügeltes Gespenst). Josef Klapper, Vater dieser Theorie, bestimmt dazu noch Bulgarien als Heimat der Vampire. Da diese Theorie aber wenig den Fähigkeiten entspricht für die Vampire bekannt sind, ist sie wohl eher zweifelhaft. Vor allem, da die meisten Vampire in den Legenden nicht fliegen können. Da erscheint die Erklärung von Johannes Harenberg wesentlich einleuchtender. Er leitet das Wort vam vom altgrieschischen Wort für Blut ab und pir vom altdeutschen Begriff piren, was sovielheißt wie "begierig sein". Die Bedeutung "Blut begierig" schneidet sich mit den populärsten Vorstellungen über Vampiren.

Spuren und Anzeichen

Woran erkennt man die Existenz, Anwesenheit oder die Spur eines Untoten? In einigen alten Überlieferungen werden folgende Hinweise gegeben:

Auf dem Friedhof:

  • Fingergröße Löcher in der Erde
  • Aufgewühlte Erde
  • Wabernde Nebelschleier
  • Beschädigte Särge
  • Umgestürzte Grabsteine
  • Zerbrochene oder umgestürzte Grabkreuze
  • Fußabdrücke, die vom Grab wegführen
  • Kein Zwitschern von Vögeln
  • Hunde knurren
  • Gänse beginnen zu schnattern
  • Pferde scheuen
  • Geräusche, wie Ächsen, Seufzen und Stöhnen dringen aus dem Grab

An Toten und bei Todesfällen

  • Augen und / oder Mund sind geöffnet
  • Rosiges Gesicht
  • Aufgedunsener Körper
  • Spitze Zähne
  • Spitze Fingernägel
  • Keine Leichenstarre
  • Keine Verwesung
  • Blutspuren an Körper und Sarg
  • weiße Leber
  • drastischer Anstieg mysteriöser Todesfälle in der Umgebung

An möglichen Opfern

  • Schlaflosigkeit
  • Alpträume
  • Schlafwandeln
  • Blutarmut
  • Erschöpfung
  • Nervosität und schlechte Laune
  • Atembeschwerden
  • Mangelnder Appetit
  • Gewichtsverlust
  • Abneigung gegen Knoblauch
  • Bissmale in der Nähe einer Hauptschlagader
  • Lichtempfindlichkeit
  • große Zähne

An verdächtigen Personen

  • Fangzähne
  • veränderter Kleidungstil
  • bevorzugt seltsame Orte
  • zunehmender Geschlechtstrieb
  • Rote Augen
  • spitze Fingernägel
  • blasse Haut
  • Mundgeruch
  • Lichtempfindlichkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Geräuschloses Auftreten
  • sehr stark und gewandt
  • auffällige Anhäufung von Todesfällen in der Umgebung


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